Leistenbruch-OP Graz | Laparoskopisch (TAPP) mit Netz | Dr. Pizzera
Hernienchirurgie

Leistenbruch —
laparoskopisch versorgt.

Eine Vorwölbung in der Leiste, ein Ziehen beim Heben, Druck beim Husten — ein Leistenbruch verschwindet nicht von selbst. Mit der laparoskopischen TAPP-Technik wird die Schwachstelle der Bauchwand von innen mit einem Netz stabil verschlossen: kleine Schnitte, geringe Rückfallrate, rasche Rückkehr in den Alltag.

Grundlagen

Was ist ein Leistenbruch ?

Bei einem Leistenbruch (Leistenhernie) tritt Bauchinhalt durch eine Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals nach außen. Sichtbares Zeichen ist eine Vorwölbung in der Leiste, die sich oft beim Stehen, Heben, Husten oder Pressen zeigt und im Liegen wieder zurückgeht.

Ein Leistenbruch heilt nicht von selbst — im Gegenteil: Die Lücke wird mit der Zeit eher größer, die Beschwerden nehmen zu. Eine Operation ist die einzige dauerhafte Lösung. Kleine, völlig beschwerdefreie Brüche können in Einzelfällen zunächst beobachtet werden; das besprechen wir gemeinsam im Erstgespräch.

Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen — begünstigend wirken körperliche Belastung, chronischer Husten, Übergewicht oder eine angeborene Bindegewebsschwäche.

Typische Beschwerden

Tast- oder sichtbare Vorwölbung in der Leiste

Ziehen, Druck oder Brennen, v. a. bei Belastung

Schmerzen beim Heben, Husten oder Pressen

Verstärkung der Beschwerden im Tagesverlauf

Vorwölbung lässt sich oft zurückdrücken

Gelegentlich Ausstrahlung in Hoden oder Oberschenkel

Achtung: eingeklemmter Bruch ist ein Notfall

Lässt sich die Vorwölbung plötzlich nicht mehr zurückdrücken, wird sie hart und sehr schmerzhaft, kommen Übelkeit oder Erbrechen hinzu — dann kann eine Einklemmung (Inkarzeration) vorliegen. Das ist ein chirurgischer Notfall: Bitte suchen Sie umgehend die nächste Notaufnahme auf.

Verfahren

Welcher Weg passt — und warum .

Es gibt nicht „die eine" richtige Methode für alle. Die Wahl hängt von Größe und Art des Bruchs, Voroperationen, Beruf und Ihren persönlichen Vorstellungen ab. Mein Schwerpunkt liegt auf der laparoskopischen TAPP-Technik — wo sinnvoll, bespreche ich offen die Alternativen.

Mein Schwerpunkt

Laparoskopisch — TAPP

Über drei kleine Zugänge wird ein Kunststoffnetz von innen hinter die Bauchwand gelegt und deckt die Schwachstelle großflächig ab. Vorteile: sehr kleine Schnitte, rasche Rückkehr zu Aktivität und Beruf, geringe Rückfallrate — und beide Seiten können in einer einzigen Operation versorgt werden. Besonders geeignet auch bei wiederkehrenden Brüchen.

Offene Verfahren

Lichtenstein & Shouldice

Bei der offenen Operation nach Lichtenstein wird das Netz über einen Leistenschnitt eingebracht. Beim Shouldice-Verfahren erfolgt der Verschluss offen ohne Netzeinbringung — über eine spezielle, mehrschichtige Nahttechnik. Beide sind bewährte Verfahren, die in bestimmten Situationen — etwa nach Voroperationen im Bauchraum — die bessere Wahl sein können. Welche Technik für Sie sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam.

Die Methode

Die TAPP -Technik im Detail

TAPP steht für „transabdominelle präperitoneale Plastik". Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über drei kleine Zugänge. Unter Kamerasicht wird der Bruch von innen dargestellt, der vorgefallene Inhalt zurückverlagert und die Schwachstelle mit einem Kunststoffnetz abgedeckt.

Das Netz wächst in den Wochen danach fest ein und bildet eine stabile, belastbare Wand. Weil es großflächig hinter der gesamten Schwachstellenregion liegt, ist die Rückfallrate gering.

Der Eingriff dauert in der Regel 30–60 Minuten. Meist genügt eine Nacht zur Überwachung im Privatklinikum Hansa Graz; in geeigneten Fällen ist auch eine tagesklinische Versorgung möglich.

Laparoskopisches Bild der Netzpositionierung bei einer TAPP-Operation – Kunststoffnetz deckt die Bruchstelle ab

Im Überblick

Narkose
Vollnarkose
Zugänge
3 kleine Schnitte
Dauer
ca. 30–60 Minuten
Aufenthalt
meist 1 Nacht, ggf. tagesklinisch
Besonderheit
beide Seiten in einer OP möglich
Büro-Tätigkeit
meist nach wenigen Tagen
Stabil

Großflächige Netzabdeckung von innen — geringe Rückfallrate.

Schnell zurück

Kleine Zugänge, wenig Wundschmerz, rasche Rückkehr in Alltag und Beruf.

Beidseitig

Liegen Brüche auf beiden Seiten vor, werden sie in einer einzigen Operation versorgt.

Ablauf

Der Weg zur Operation

1
Erstgespräch & Untersuchung

Klinische Untersuchung, Einordnung von Art und Größe des Bruchs, Besprechung der Verfahren. Gemeinsame Entscheidung über das Vorgehen.

2
Vorbereitung & Aufnahme

Narkosevorgespräch und Aufnahme im Privatklinikum Hansa Graz. Alle Schritte werden transparent und in Ruhe erklärt.

3
Die Operation

Laparoskopische TAPP-Versorgung mit Netz in Vollnarkose, ca. 30–60 Minuten. Mobilisation noch am selben Tag.

4
Entlassung & Nachsorge

Entlassung meist nach einer Nacht. Kontrolltermin nach Vereinbarung, vollständige Dokumentation für Ihren Hausarzt inklusive.

Erholung

Schritt für Schritt zurück in den Alltag

Tag 1–2
Direkt mobil

Aufstehen und leichtes Gehen noch am OP-Tag. Der Wundschmerz ist meist gut mit Tabletten beherrschbar.

Wenige Tage
Zurück im Büro

Leichte Tätigkeiten und Bürotätigkeit sind im Normalfall schon nach wenigen Tagen wieder möglich.

2–4 Wo.
Volle Belastbarkeit

Schweres Heben und Sport schrittweise wieder aufnehmen — nach individueller Rücksprache.

Dr. Christian Pizzera, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Ihr Operateur

Persönlich — von der Diagnose bis zur Nachsorge

Bei mir sprechen Sie von Anfang an direkt mit dem Operateur — kein wechselndes Team, keine anonyme Klinikstruktur. Ich nehme mir Zeit, Ihre Situation genau einzuordnen, und empfehle das Verfahren, das für Sie wirklich passt.

Facharzt für Allgemein- & Viszeralchirurgie, Med. Universität Graz

Über 15 Jahre operative Erfahrung, mehr als 1.000 laparoskopische Eingriffe

Belegarzt am Privatklinikum Hansa Graz

Ärztlicher Leiter von medSTA — Patientensicherheit als gelebtes Prinzip

Über Christian Pizzera
Kostenorientierung

Transparente Kosten

Meine Ordination wird als Wahlarztordination geführt. Die Kosten der Leistenbruch-Operation werden von einer privaten Zusatzversicherung in aller Regel übernommen.

Für Selbstzahler ohne Zusatzversicherung erstelle ich nach dem Erstgespräch einen verbindlichen, schriftlichen Kostenvoranschlag . Bei einseitigen Eingriffen belaufen sich die Gesamtkosten — Operation, Netz, Aufenthalt im Privatklinikum Hansa und Nachsorge — zumeist zwischen 4.500 und 5.500 € . Eine beidseitige Versorgung in einer Operation wird im Voranschlag transparent ausgewiesen.

Häufige Fragen

FAQ

Muss ein Leistenbruch immer operiert werden?
Ein symptomatischer Leistenbruch sollte operiert werden — er heilt nicht von selbst und wird mit der Zeit eher größer. Kleine, völlig beschwerdefreie Brüche können in Einzelfällen zunächst kontrolliert beobachtet werden. Das entscheiden wir gemeinsam im Erstgespräch.
Woran erkenne ich eine gefährliche Einklemmung?
Warnzeichen sind eine plötzlich nicht mehr zurückdrückbare, harte und stark schmerzhafte Vorwölbung, oft mit Übelkeit oder Erbrechen. Das ist ein Notfall — bitte umgehend die nächste Notaufnahme aufsuchen.
TAPP oder offene Operation — was ist besser für mich?
Beide Verfahren sind etabliert. Die laparoskopische TAPP-Technik punktet mit kleinen Schnitten, rascher Erholung und der Möglichkeit, beide Seiten in einer OP zu versorgen. In bestimmten Situationen — etwa nach Voroperationen im Bauchraum — kann ein offenes Verfahren die bessere Wahl sein. Das klären wir individuell.
Kann man beide Seiten gleichzeitig operieren?
Ja — das ist ein wesentlicher Vorteil der TAPP-Technik. Liegen Brüche auf beiden Seiten vor, lassen sie sich in einer einzigen Operation versorgen, ohne zusätzliche Schnitte.
Wann kann ich wieder Sport machen und schwer heben?
Leichte Bewegung ist von Anfang an erwünscht. Bürotätigkeit ist häufig nach etwa einer Woche möglich, schweres Heben und Sport meist nach zwei bis vier Wochen — den genauen Zeitpunkt stimmen wir individuell ab.
Kommt ein Leistenbruch nach der Operation wieder?
Durch die großflächige Netzversorgung ist die Rückfallrate gering. Eine gewisse Veranlagung zur Bindegewebsschwäche bleibt bestehen — deshalb ist ein vernünftiger Umgang mit schwerer Belastung in der Heilungsphase wichtig.
Übernimmt die Zusatzversicherung die Kosten? Und wie hoch sind die Kosten ohne Zusatzversicherung?
Ja, die Zusatzversicherung übernimmt in aller Regel die Kosten. Für Selbstzahler wird ein transparenter Kostenvoranschlag erstellt — bei einseitigen Eingriffen belaufen sich die Gesamtkosten zumeist zwischen 4.500 und 5.500 €.
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Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein persönliches ärztliches Gespräch. Ob und welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer individuellen Untersuchung beurteilen.