Eine Vorwölbung in der Leiste, ein Ziehen beim Heben, Druck beim Husten — ein Leistenbruch verschwindet nicht von selbst. Mit der laparoskopischen TAPP-Technik wird die Schwachstelle der Bauchwand von innen mit einem Netz stabil verschlossen: kleine Schnitte, geringe Rückfallrate, rasche Rückkehr in den Alltag.
Bei einem Leistenbruch (Leistenhernie) tritt Bauchinhalt durch eine Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals nach außen. Sichtbares Zeichen ist eine Vorwölbung in der Leiste, die sich oft beim Stehen, Heben, Husten oder Pressen zeigt und im Liegen wieder zurückgeht.
Ein Leistenbruch heilt nicht von selbst — im Gegenteil: Die Lücke wird mit der Zeit eher größer, die Beschwerden nehmen zu. Eine Operation ist die einzige dauerhafte Lösung. Kleine, völlig beschwerdefreie Brüche können in Einzelfällen zunächst beobachtet werden; das besprechen wir gemeinsam im Erstgespräch.
Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen — begünstigend wirken körperliche Belastung, chronischer Husten, Übergewicht oder eine angeborene Bindegewebsschwäche.
Tast- oder sichtbare Vorwölbung in der Leiste
Ziehen, Druck oder Brennen, v. a. bei Belastung
Schmerzen beim Heben, Husten oder Pressen
Verstärkung der Beschwerden im Tagesverlauf
Vorwölbung lässt sich oft zurückdrücken
Gelegentlich Ausstrahlung in Hoden oder Oberschenkel
Lässt sich die Vorwölbung plötzlich nicht mehr zurückdrücken, wird sie hart und sehr schmerzhaft, kommen Übelkeit oder Erbrechen hinzu — dann kann eine Einklemmung (Inkarzeration) vorliegen. Das ist ein chirurgischer Notfall: Bitte suchen Sie umgehend die nächste Notaufnahme auf.
Es gibt nicht „die eine" richtige Methode für alle. Die Wahl hängt von Größe und Art des Bruchs, Voroperationen, Beruf und Ihren persönlichen Vorstellungen ab. Mein Schwerpunkt liegt auf der laparoskopischen TAPP-Technik — wo sinnvoll, bespreche ich offen die Alternativen.
Über drei kleine Zugänge wird ein Kunststoffnetz von innen hinter die Bauchwand gelegt und deckt die Schwachstelle großflächig ab. Vorteile: sehr kleine Schnitte, rasche Rückkehr zu Aktivität und Beruf, geringe Rückfallrate — und beide Seiten können in einer einzigen Operation versorgt werden. Besonders geeignet auch bei wiederkehrenden Brüchen.
Bei der offenen Operation nach Lichtenstein wird das Netz über einen Leistenschnitt eingebracht. Beim Shouldice-Verfahren erfolgt der Verschluss offen ohne Netzeinbringung — über eine spezielle, mehrschichtige Nahttechnik. Beide sind bewährte Verfahren, die in bestimmten Situationen — etwa nach Voroperationen im Bauchraum — die bessere Wahl sein können. Welche Technik für Sie sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam.
TAPP steht für „transabdominelle präperitoneale Plastik". Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über drei kleine Zugänge. Unter Kamerasicht wird der Bruch von innen dargestellt, der vorgefallene Inhalt zurückverlagert und die Schwachstelle mit einem Kunststoffnetz abgedeckt.
Das Netz wächst in den Wochen danach fest ein und bildet eine stabile, belastbare Wand. Weil es großflächig hinter der gesamten Schwachstellenregion liegt, ist die Rückfallrate gering.
Der Eingriff dauert in der Regel 30–60 Minuten. Meist genügt eine Nacht zur Überwachung im Privatklinikum Hansa Graz; in geeigneten Fällen ist auch eine tagesklinische Versorgung möglich.
Großflächige Netzabdeckung von innen — geringe Rückfallrate.
Kleine Zugänge, wenig Wundschmerz, rasche Rückkehr in Alltag und Beruf.
Liegen Brüche auf beiden Seiten vor, werden sie in einer einzigen Operation versorgt.
Klinische Untersuchung, Einordnung von Art und Größe des Bruchs, Besprechung der Verfahren. Gemeinsame Entscheidung über das Vorgehen.
Narkosevorgespräch und Aufnahme im Privatklinikum Hansa Graz. Alle Schritte werden transparent und in Ruhe erklärt.
Laparoskopische TAPP-Versorgung mit Netz in Vollnarkose, ca. 30–60 Minuten. Mobilisation noch am selben Tag.
Entlassung meist nach einer Nacht. Kontrolltermin nach Vereinbarung, vollständige Dokumentation für Ihren Hausarzt inklusive.
Aufstehen und leichtes Gehen noch am OP-Tag. Der Wundschmerz ist meist gut mit Tabletten beherrschbar.
Leichte Tätigkeiten und Bürotätigkeit sind im Normalfall schon nach wenigen Tagen wieder möglich.
Schweres Heben und Sport schrittweise wieder aufnehmen — nach individueller Rücksprache.
Bei mir sprechen Sie von Anfang an direkt mit dem Operateur — kein wechselndes Team, keine anonyme Klinikstruktur. Ich nehme mir Zeit, Ihre Situation genau einzuordnen, und empfehle das Verfahren, das für Sie wirklich passt.
Facharzt für Allgemein- & Viszeralchirurgie, Med. Universität Graz
Über 15 Jahre operative Erfahrung, mehr als 1.000 laparoskopische Eingriffe
Belegarzt am Privatklinikum Hansa Graz
Ärztlicher Leiter von medSTA — Patientensicherheit als gelebtes Prinzip
Meine Ordination wird als Wahlarztordination geführt. Die Kosten der Leistenbruch-Operation werden von einer privaten Zusatzversicherung in aller Regel übernommen.
Für Selbstzahler ohne Zusatzversicherung erstelle ich nach dem Erstgespräch einen verbindlichen, schriftlichen Kostenvoranschlag . Bei einseitigen Eingriffen belaufen sich die Gesamtkosten — Operation, Netz, Aufenthalt im Privatklinikum Hansa und Nachsorge — zumeist zwischen 4.500 und 5.500 € . Eine beidseitige Versorgung in einer Operation wird im Voranschlag transparent ausgewiesen.
Persönliches Erstgespräch, klare Diagnose, individuelle Planung — ohne Warteliste.
+43 670 555 95 35 · Mo–Fr 9–17 Uhr
Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein persönliches ärztliches Gespräch. Ob und welche Behandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer individuellen Untersuchung beurteilen.
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